BERICHTE AUS INDIEN

28
Jan

BERICHTE AUS INDIEN

Briefe von unserem Gast Gudrun aus Wien

Eine unserer Besucherinnen im Januar/Februar 2017 hat uns kurze Berichte von ihren Erfahrungen im BASIS zukommen lassen. Diese wollen wir Euch nicht vorenthalten 😉

10.01.2017: Kumily
Hallo, ihr Lieben,
Jetzt bin ich schon seit 10 Tagen wieder in Indien und ich muss immer wieder feststellen, es ist mein Jänner- Februar –Land: Keine Kälte, kein Nebel, keine Dunkelheit um 6:00, wenn ich aufstehe. Ernie und Fritz, diese zwei lieben und so positive fühlende Begleiter sind heuer mit von der Partie, genießen mit mir Wärme, Licht und Sonne.
Wie habe ich voriges Jahr geschrieben: „Fahr doch dorthin, wo der Pfeffer wächst!“ Aber weiß einer der Sprechenden, wie schön dieser „Pfefferdschungel“ ist? Die Blätter der Kardamompflanzen berühren sich hoch über mir, ihre feinen kleinen weißen Blüten und Früchte berühren meine Zehen. Die Pfefferpflanze schlängelt sich die Silbereiche empor zum Licht und zur Sonne, eine Knospenrispe nach der anderen begrüßt die Europäerin, die durch diesen traumhaften Urwald wandelt. Auf 1200 m haben sich Leela und Mathew ein zweites Zuhause geschaffen, wo auch wir vor unserem Abtauchen in den indischen Alltag sein dürfen.
Ihr Alltag ist nicht leichter geworden, die Währungsreform stellt sie vor fast unlösbare Probleme. Der höchste Betrag, der beim Bankomat abzuheben geht, liegt bei 4500 Rupien, das sind ungefähr € 65,00. Ausländer können € 70 wechseln, Inländer nicht einmal € 50. Doch noch mehr belastet Mathew, dass die Regierungsbeamten täglich über die Medien alle Inder (Ausnahme natürlich die zuständigen Beamten) als Gauner und korrupte Menschen hinstellen.
Bevor ich mit euch jetzt in die lauteste und schrillste Stadt eintauche, die ich kenne, probiere ich, ob ich heute erfolgreich dieses Mail abschicken kann. Bis jetzt ist mir das noch nie gelungen.
Herzlichst eure Indien genießende Gudrun

12.01.2017: Madurai
Hallo, ihr Lieben,
vorgestern habe ich euch die lauteste und schrillste Stadt versprochen: hier ist sie – Madurai
Hupen, Kreischen von Motorrädern, Läuten einer Kuhglocke (!), Schreien der Händler, Klingeln von Fahrrädern, Tüten der LKWs, Tröten der Rikschas – dazwischen die Rufe des Muezzins, das Läuten der Kirchenglocken, das Singen und Bimmeln aus dem Hindutempel – und das von 6:00 morgens bis um 4:00 morgens. Dann folgt eine zweistündige Phase der Ruhe, bevor die Stadt wieder erwacht.
Trotz durchwachter Nächte möchte ich nicht einen Moment missen. So viele berührende Begegnungen. Sehe ich jetzt noch vor meinen Augen die schon ältere Mutter (jedenfalls sah sie so aus), die im Meenakshi-Tempel sich vor einer der Statue auf den Boden kniet, ihr Neugeborenes vor sich auf die Fliesen legend, es vor der Göttin segnet und wahrscheinlich wohl für ein gutes Leben des neuen Erdenbürgers betet.
Oder die sicher nicht älter als 16-jährige schwangere Frau, andächtig  vor der Meenakshistatue mit dem goldenen Kleid stehend, dieses dann lüftet und der Göttin unter den Rock greift. Dann streichelt sie mit dieser Hand ihren sich wölbenden Bauch und bittet somit um eine nicht zu schmerzhafte Geburt und um ein gesundes Baby. Mit Kurkuma bestreut sie dann die Statue und malt sich anschließend mit diesem Pulver einen Punkt auf ihre eigene Stirn.
Oder der junge Mann, der ein gelbes Holzkörbchen mit einer kleinen Holzpuppe darin auf den heiligen Baum im Tempelhof aufhängt und somit um die Geburt eines Jungen bittet.
Ortswechsel zum Blumenmarkt: Hunderte von Körbe mit Blüten und Blütenblättern, die kunstvoll zu Girlanden, Blütensternen für den Tempel oder zu Haarketten mit Hilfe von Bananenblättern verknotet werden. Die arbeitenden Frauen – meist solche, die alleine für das Familieneinkommen aufkommen müssen, erhalten pro Arbeitstag mit 12 Stunden dafür 500 Rupien, das sind ungefähr €7. Dennoch lachen sie bei ihrer Arbeit und schenken uns einzelne Blüten und freuen sich über jedes Foto, das ich von ihnen schieße und es ihnen dann zeige. Ich hätte mir doch Susis Polaroidkamera mitnehmen sollen, um ihnen dann dieses Bild auch schenken zu können. Nächstes Jahr weiß ich es besser.
Jetzt wartet das warme Meer auf mich, das nächste Mal mehr.
Herzlich, Gudrun

23.01.2017: Leela’s Beach Home
In der Hängematte liegen und träumen. Ungestört von jeglichem Zivilisationslärm, begleitet nur von der Musik der  heranrollenden Meereswogen und dem Säuseln des Windes in den Kokosblättern ober dir. Der Schatten wandert, die Sonne erhitzt mein Gesicht, Zeit zum Schwimmen. Ich peile die Strecke bis zum gestreiften Fischerboot an. Wohlig die Wärme des Wassers und dennoch ein kleine Abkühlung von der doch schon starken Vormittagssonne. Glatt wie ein Spiegel liegt die Oberfläche des Wassers abseits des Ufers vor mir und ich ziehe meine Spur. „Ist es nicht so, als verbände sich der Körper mit dem Wasser“, meint A. neben mir. So schön hätte ich mein Schwimmgefühl gar nicht beschreiben können.
Zwischen kleinen Fischerhütten zwischen Allepey und Cochin bauten Leela und Mathew am Thaikelbeach ihr Beachhaus für ruhesuchende Europäerinnen und Europäer. Lange weiße Sandstrände mit Palmen gesäumt an der Küste des Arabischen Meers, fern ab von jeder Tourismusmetropole erwarten dich. Die einzigen Gäste hier sind wir, Leela’s Freunde, freundlichst bewirtet von den Nachbarn nebenan. Mittags frisch gefangener frittierte Makrelen in herrlicher Chilisauce, Bohnengemüse, Fischcurry mit Thunfisch, Kurkuma-Joghurtsauce, Mischgemüse mit Kokosflocken, Mangopickel und Papadam; nachmittags Chai-Tee mit gebackenen Bananen – wie sehr werden wir verwöhnt. Ungern trenne ich mich von diesem Paradies, leider war es „nur“ ein Sonntagsausflug, aber vielleicht kann ich nächstes Jahr eine Woche hier verbringen. Ein Haus mit zwei Zimmern mit jeweils zwei Betten und Bad steht bereit. Hängematten wie eine traumhaft schöne Schattenterrasse warten nur darauf bewohnt zu werden. Die Versorgung gewährleisten die freundlichen Nachbarn. Ausstieg vom Alltag wie er schöner nicht sein könnte.

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