KERALA – DAS BRETTSPIEL FÜR JEDES ALTER

06
Nov

KERALA – DAS BRETTSPIEL FÜR JEDES ALTER

Erbaue den schönsten Festplatz

Der KOSMOS-Verlag hat 2016 das Brettspiel „Kerala“ herausgebracht, bei dem sich 2-5 Spieler darum bemühen, den prächtigsten Schauplatz für ein indisches Festival zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen dabei die bunt geschmückten Elefantenfiguren – zwei pro Spieler. Das Spiel ist so konzipiert, dass es einfach zu verstehen ist und prinzipiell für jede Altersgruppe (ab 8 Jahren) gut spielbar. Es ist kein Monopoly, das mehrere Stunden in Anspruch nimmt, sondern eher ein Spiel für Zwischendurch, für das man grob 30-40 Minuten benötigt.

Spielablauf:
Zu Beginn erhält jeder Spieler ein Startplättchen in seiner Farbe und die beiden dazugehörigen – golden verzierten – Elefantenfiguren. Die übrigen Plättchen werden in einem Säckchen gesammelt, das zum Ziehen auf der Mitte des Tisches bereitliegt. Dann versuchen alle Spieler, ihren eigenen Festplatz aus farbigen Plättchen aufzubauen und zu erweitern, wobei pro Farbe möglichst nur ein zusammenhängendes Gebiet erbaut werden sollte. Lediglich die eigene Farbe darf bei der Schlusswertung mit zwei Gebieten vertreten sein. Im Idealfall sollte Spieler Blau am Ende des Spiels also einen roten, einen grünen, einen lila, einen grauen und einen oder zwei blaue Bereiche besitzen.
Reihum werden Plättchen aus dem Sack gezogen. Bei der Anzahl kommt es darauf an, wie viele Spieler am Spiel beteiligt sind. Spielen 3 Spieler mit, werden auch 3 Plättchen gezogen, bei 5 Spielern 5 Plättchen. Der Spieler, der am Zug ist, zieht alle z.B. 3 Plättchen und legt sie offen auf den Tisch. Nun darf er als erstes entscheiden, welche Karte für ihn am sinnvollsten ist und diese bei sich anlegen. Anlegen muss er das neue Plättchen immer ausgehend von einem seiner Elefanten, den er dann auf die neue Karte verschiebt. Danach zieht der nächste Spieler eine der beiden übrigen Plättchen, legt dieses an und zieht seinen Elefanten weiter, bevor der letzte in der 3er-Runde am Zug ist. Nun wandert das Säckchen mit den Karten zum Nachbarn und dieser ist mit Ziehen dran. So geht es immer reihum, bis alle Plättchen gelegt sind.

Die Plättchen gibt es in fünf Farben (ebenso wie die Elefantenfiguren), wobei die einfachen zwischen ein und drei abgebildete Elefanten zeigen. Daneben gibt es noch Sonderplättchen, die entweder zusätzliche Punkte bei der Schlusswertung bringen oder eine zusätzliche Aktion beim Auslegen auslösen. Letztere kann das Verschieben einer Elefantenfigur oder eines bereits gelegten Plättchens sein.

Ist das Säckchen leer, folgt die Wertung. Hier kommt es nun darauf an, wie groß die farbigen Gebiete sind, ob alle Farben auf dem Festplatz vertreten sind und wie viele Elefanten auf den Kärtchen abgebildet sind. Für jede Kategorie gibt es eine bestimmte Anzahl an Punkten – Gewinner ist, wer am Ende die meisten Punkte eingeholt hat.

Besondere Regeln:
Die bereits liegenden Plättchen auf dem Festplatz dürfen mit neuen Plättchen überbaut werden – auch mehrfach. Ist ein Spieler mit den ihm zur Verfügung stehenden Legemöglichkeiten nicht zufrieden, kann er passen und muss keine Karte nehmen. Bei jedem Passen wird eine Elefantenfigur auf die Seite gelegt. Ein Spieler kann im gesamten Spiel bis zu zweimal passen, was allerdings Abzüge bei der Endwertung gibt. Die Sonderkärtchen helfen einem, im Nachhinein „Ausbesserungen“ vorzunehmen. Man kann ein bereits liegendes Plättchen noch einmal verschieben oder eine Elefantenfigur – falls diese an einem strategisch schlechten Platz steht – auf ein anderes Kärtchen setzen.

Anzahl Spieler:
Das Spiel kann mit 2 Personen gespielt werden, ist dann jedoch etwas eintönig. Denn werden 2 Plättchen gezogen, ist klar: Wenn ich dieses nehme, bekommt mein Gegner das andere. Umso mehr Spieler beteiligt sind, desto spannender wird es, da eine größere Auswahlmöglichkeit besteht.

Fazit:
Kerala ist ein nettes Spiel für jedes Alter, da es nicht sehr komplex ist. Man findet sich mit den Regeln schnell zurecht und kann nach kurzer Einlese-Phase direkt loslegen. Hat man das Spiel verstanden, dauert eine Runde nur etwa 30 Minuten, so dass es auch mal Zwischendurch ohne viel Zeitaufwand gespielt werden kann. Kerala ist ein klassisches Legespiel, das durch bunte Farben und ein tolles Design begeistert. Man kann im Laufe der Zeit bestimmte Strategien entwickeln, allerdings sollten Spieler hier nicht zu viel „Denkleistung“ erwarten. Die Sonderplättchen bringen noch ein bisschen Abwechslung in das Spiel, jedoch sind die Karten, mit denen man die Elefantenfigur verschieben kann, nur selten brauchbar. Die Sonderkarte, die das Verschieben eines liegenden Plättchens erlaubt, ist wirklich hilfreich – jedoch erst gegen Ende des Spiels, wenn sich die Gebiete vergrößern und ineinander verwirren.

Alles in allem kann Groß und Klein mit dem Spiel eine nette Spielerunde erleben und die einfache Spielweise und kurze Spieledauer machen Kerala zu einem Spiel, welches man z.B. abends zum Abschalten noch einmal herausholen kann. Obwohl das Spielen auch mit 2 Personen möglich ist, empfehlen sich doch min. 3 Spieler.

(Vielen Dank an den Kosmos-Verlag, der uns das Spiel zum Testen zur Verfügung stellte.)

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