WASSER – EINE LEBENSWICHTIGE RESSOURCE

14
May

WASSER – EINE LEBENSWICHTIGE RESSOURCE

Wie BASIS bewusst mit Wasser umgeht

Es ist durchsichtig, riecht nicht und schmeckt nach nichts – und doch ist es eine lebensnotwendige Ressource: Wasser! Dass es in Indien immer wieder – und vermehrt in bestimmten Regionen – zu Wassermangel kommt, berichten auch deutsche Medien. Der Wunsch nach Regen ist dabei nicht neu: 1987 gab es z.B. ganz offizielle Gebete für Regen – sowohl in Kirchen als auch in Tempeln. Wasser wurde so wichtig, dass es in die täglichen Gebete der Bevölkerung miteingebunden wurde.

Doch die Wasserknappheit ist auch heute noch allgegenwärtig in dem südindischen Bundesstaat: In Kerala sind die Backwaters im Frühjahr 2018 wie im Jahr zuvor sehr schwach mit Wasser gefüllt. Der Teich im BASIS musste mit zusätzlich Wasser befüllt werden, um die Fische am Leben zu halten – die mehr robbten als schwammen. Eine der Folgen des knappen Wasserstandes in den Flüssen Keralas ist das Aussterben vieler Fischarten in den letzten Jahrzehnten: Wo damals 160 Fischarten existierten, gibt es heute nur noch eine geringe Anzahl.
Das BASIS hat in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte ins Leben gerufen, um einen bewussten Umgang mit Wasser zu pflegen und die Menschen in der Umgebung darin zu schulen, wie man effizienter mit der lebenswichtigen Ressource umgeht. Dazu zählen etwa die Wasser-Seminare, die regelmäßig im BASIS durchgeführt werden, sowie zwei weitere junge Projekte:

Befreiung der Wasserwege von der Plage des Wasserunkrauts
Das Kanalsystem der Backwaters war im Frühjahr 2018 dicht zugewachsen mit Wasserhyazinthen, Wasserfarn und Gräsern. Die Pflanzen profitieren von dem derzeit niedrigen Wasserstand, denn die Backwaters haben dadurch wenig Strömung und nicht die Kraft, die Wasserpflanzen zu entwurzeln. Dies führte dazu, dass die Hyazinthen sich rasant ausbreiteten und die Wasserstraßen absolut unbefahrbar machten. Zudem verbrauchten sie eine Menge Sauerstoff, der wiederum den Fischen fehlte. Außerdem lassen die Pflanzen durch ihre dichte Überwucherung der Wasseroberfläche das Sonnenlicht kaum durch, welches ansonsten Plankton und kleine Algen entstehen lässt, die als Futter für die Fische dienen.
Zusammen mit anderen Engagierten aus dem Dorf mietete sich BASIS ein Baggerboot und befreite rund zwei Kilometer Wasserweg von den wuchernden Hyazinthen, so dass Boote wieder fahren können. Denn die Backwaters sind noch heute wichtige „Verkehrsstraßen“, auf denen die Menschen unterwegs sind. Mit der Freilegung der Wasseroberfläche verbesserte sich zusätzlich noch ein weiteres Problem: Die Moskitoplage im Ort ging drastisch zurück.

Abwassermanagement
Promotionsstudenten der nahegelegenen Mahatma Gandhi Universität besuchen das BASIS in regelmäßigen Abständen, um Wasserproben aus der Kläranlage zu entnehmen. Die drei jungen Frauen untersuchen die Inhaltsstoffverteilung des Abwassers und die Effektivität von Wasseraufbereitungsanlagen. Die Kläranlage im BASIS dient dabei als Vorbild, da es sich um ein offenes, biologisches System handelt. Die meisten Wasseraufbereitungsanlagen hier verwenden starke chemische Substanzen, um das Wasser zu reinigen, wodurch die Qualität des Wassers vermindert wird. In der Bio-Kläranlage des BASIS hingegen wird das auf dem Gelände produzierte Abwasser durch verschiedene Kammern geleitet und am Ende erhält man Wasser mit dem idealen pH-Wert von 7.
Eine der Studien der Studentinnen zeigt, dass 80 Prozent des sauberen Leitungswassers eines Haushaltes in Indien zu Abwasser wird. Das Ziel muss sein, dieses Abwasser zumindest teilweise wiederzuverwerten, z.B. für die Toilettenspülung oder – wie im BASIS – zur Bewässerung von Gärten/Feldern. Solch ein Austausch hilft, junge Menschen, die im Umweltschutz aktiv sind, zu unterstützen und zu ermutigen. Wir hoffen, durch unser Beispiel die Besucher zur Nachahmung anzustiften.

Was wir im Alltag tun können
Wasserverbrauch ist für viele Menschen in westlichen Ländern, die sich wenig Sorgen um Wassermangel machen müssen, häufig nicht präsent. Oder ist Euch bewusst, dass innerhalb von fünf Minuten aus einem normalen voll aufgedrehten Wasserhahn rund 40 Liter Wasser kommen? Das ist eine ganze Menge! Um im Alltag bewusster mit Wasser umzugehen, haben wir 5 einfache Tipps:
1. Den Wasserhahn während des Zähneputzens ausstellen oder mit einem Zahnputzbecher Mund und Gesicht waschen.
2. Häufiger duschen statt baden.
3. Nur volle Maschinen Wäsche waschen und nicht nur wenige Teile.
4. Wassersparende Duschköpfe nutzen.
5. Die Spartaste der Toilettenspülung nutzen.
Und für alle, die einen Garten haben: Sammelt ihr doch auch das Regenwasser auf und nutzt es für die Blumen oder auch für die Toilettenspülung. Das hilft schon eine ganze Menge.
Was BASIS sonst noch im Bereich Umweltschutz macht, erfahrt ihr auf der BASIS-programs-Website und immer wieder auf unserer Facebook-Seite.

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