PFLANZENAKTION NACH DER FLUT IN KERALA

05
Dec

PFLANZENAKTION NACH DER FLUT IN KERALA

Hilfe mit Herz und Saatgut

Die Auswirkungen der Überschwemmungen nach der schweren Flut im August 2018 haben die Nahrungssicherung der Menschen, vor allem hinsichtlich des Anbaus von Gemüse und Obst, hier in Kerala enorm beeinträchtigt. Daher hat BASIS die Initiative ergriffen und sich mit verschiedenen Landwirtschaftsämtern aus der Umgebung in Verbindung gesetzt, um eine Pflanzenaktion ins Leben zu rufen, damit verschiedene Arten von Setzlingen (Auberginen, Tomaten, Peperoni, Spinat und Bohnen) an die Zivilbevölkerung verteilt werden können.

Das dafür benötigte Saatgut wurde aus anderen indischen Bundesstaaten erworben, da die Bestände durch die Überschwemmung hier in Kerala vernichtet wurden. Die Menschen mussten nicht nur ihre Felder der Flut überlassen, sondern haben auch ihr Hab und Gut verloren, wodurch viele in finanzielle Not gerieten. Unsere Aktion wird daher von den Betroffenen gerne angenommen und sehr geschätzt. Insgesamt werden derzeit 300.000 Pflanzen von uns großgezogen und verteilt, wovon bereits 100.000 ausgeliefert wurden. Die Samen (je nach Gemüseart 1-2 Stück) werden in eine wöchentlich neu hergestellte biologische Kompostmischung eingesetzt, die wiederum in sogenannte Pflanzentabletts gefüllt wird. In einem Tablett können 98 Samen keimen, welche dann je nach Sorte in 4 Tagen bis 4 Wochen zu kleinen Pflänzchen heranwachsen. Sobald diese eine Größe von ca. 5 cm erreicht haben, geht es ans Pikieren. Aufgrund des qualitativ hochwertigen Samens haben wir glücklicherweise wenige Verluste zu verzeichnen. Um die vielen Tabletts zu lagern, haben wir bereits den Platz in unserem Gewächshaus, welches 100.000 Pflanzen aufnehmen kann, vollkommen ausgereizt. Weiterhin wurden auf unserem Grundstück weitere Gestelle zur Lagerung gebaut und aufgestellt. Die Pflanzen sind nach einer Dauer von 6-8 Wochen bereit für die Auslieferung und werden dann mit einer Größe von etwa 10-20 cm durch die Landwirtschaftsämter im Umkreis von 20 km verteilt. Binnen 3 Wochen tragen die Pflanzen erste Früchte.

Die Herstellungskosten (Lohn und Material) für ein Tablett belaufen sich auf etwa 7 Euro, wovon die Landwirtschaftsämter ca. ein Drittel übernehmen. Da die Aktion bei der Bevölkerung so gut ankommt, fühlen wir uns sehr motiviert, diese Selbstversorgungsstrategie fortzusetzen. Wir wollen nach Abschluss des jetzigen Projekts nochmals 200.000 Samen setzen und diese Schulen und Dorfgemeinschaften zukommen lassen.

Wir sind sehr froh, dass wir die Möglichkeit und den Platz haben, ein solches Projekt bei uns realisieren zu können. Besonders dankbar sind wir aber unserem Team, das aus fleißigen Helfern aus Deutschland und Indien besteht, welche diesen zeitintensiven und Geduld erfordernden Auftrag erfüllen. Mit Stolz können wir sagen, dass wir mit diesem Projekt nicht nur einen Verteilungsauftrag erfüllen, sondern auch maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region beitragen.

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie die Suche nach den geeigneten Samen aussehen kann, schaut doch in unseren Blogbeitrag Die Suche nach den Samen.

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